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Einige Antworten auf “100 gute Antworten

 

Kernkraftbefürworter vom Verein Kritikalität haben “… auf die „100 guten Gründe gegen Atomkraft” der Elektrizitätswerke Schönau” mit “Hundert gute Antworten” geantwortet.

Einige der “Guten Antworten” der Kernkraftbefürworter (siehe unten linke Spalte) bedürfen der kritischen Ergänzung und Korrektur (siehe unten rechte Spalte).

Letzte Aktualisierung: 01.04.2014

 

#88: Tarnprogramm

Behauptung: Zivile und militärische Nutzung von Atomenergie lassen sich nicht trennen.

Behauptung

 

Richtig ist …

“...

Bleiben von dem Mythos „zivil = militärisch” also bestenfalls die Anreicherungsanlagen. Dass diese heute so effektiv arbeiten ist vor allem Fortschritten in der Materialforschung zu verdanken. Die nächste Generation arbeitet mit Lasern (SILEX) – dank Fortschritten in der Lasertechnik, angetrieben z.B. durch die Unterhaltungselektronik (CD, DVD, Blue-ray). Heutige Nuklearforschung ist für die Militärtechnik hingegen bedeutungslos. Im Übrigen gehört zu einer Bombe noch wesentlich mehr, als nur der Sprengstoff. ...” (Auszug)

 

Auszug von #88: Tarnprogramm

und als PDF zum Zeitpunkt dieser Erstellung.

 

Antworten von KlimaNotizen.de

 

Wirklich richtig ist ...

 

Das Proliferationsargument ist nach wie vor hochaktuell. Dem Iran und anderen Ländern hat die zivile Nutzung der Kernenergie bei der bisherigen Entwicklung zu Atomwaffen massiv geholfen.

Nach wie vor bildet die zivile Nutzung der Kernenergie den Schutzschirm hinter dem diese Regime ihr Waffenprogramm ausbauen. Das Know How wird dabei zuerst bei der Kernenergie gewonnen, um dann entsprechend übertragen zum Waffenprogramm weiterentwickelt zu werden, so wie im Iran, Pakistan, etc..

Alle diese Probleme, die wir mit diesen Ländern diesbezüglich haben, haben unmittelbar etwas mit der zivilen Nutzung der Kernenergie zu tun.

Ohne die zivile Nutzung der Kernenergie nach vergangener und heutiger Technik würde dem Iran und anderen Ländern kaum noch die Täuschung der internationalen Gemeinschaft möglich sein und eine weitere Ausbreitung wäre weitgehend gestoppt.

 

Bei den ausreichend vorhandenen Fossilen haben wir diese Probleme nicht.

 

#91: Angriffsziel

Behauptung: Atomkraftwerke sind Angriffsziele.

Richtig ist …

“...

Selbst wenn ein Flugzeug die meterdicke Stahlbetonummantelung durchschlagen und die primäre Reaktorkühlung beschädigen sollte, ist der Reaktorkern noch von einem inneren biologischen Betonschild umgeben. Sollte dieser außerdem beschädigt sein, können flüchtige radioaktive Spaltprodukte austreten, aber langsam und in geringen Mengen. Eine derartige Kette von Beschädigungen ist extrem unwahrscheinlich und hätte ähnliche Folgen wie die Fukushima-Havarie: Keine Strahlenopfer, weder bei den Rettungsarbeitern, noch in der weiterhin bewohnbaren Umgebung.

Die von Flugzeuganschlägen ausgehende Gefahr ist für jedes vollbesetzte Hochhaus, Stadion oder jede Chemiefabrik erheblich größer. Im Gegensatz dazu sind Kernreaktoren aber bestens geschützt und stehen nicht mitten in der Stadt. ...

(Auszug)

 

Auszug von #91: Angriffsziel

und als PDF zum Zeitpunkt dieser Erstellung.

Wirklich richtig ist ...

 

Es reichen ein paar entschlossene Leute mit den richtigen Waffen. Und diese Leute gibt es derzeit immer mehr, was der Autor früher niemals für möglich gehalten hätte. Das militärische Arsenal ist voll von immer geeigneteren Waffen für einen Anschlag.

Es waren auch schon später des Terrors verdächtige Personen während ihrer Ausbildung in KKWs eingesetzt (!).

Theorie ist das Eine, Praxis das Andere...
Wo sind die Tests, wie: Beschuss von KKWs der verschiedensten Bauarten mit den unterschiedlichsten Waffen und Flugkörpern, Einschleusung von Bomben, Sturmangriffen, etc. etc.. Die Fantasie kann sich gar nicht ausmalen, was da alles möglich erscheint. Und die Waffen werden immer besser. Also, wo sind die diesbezüglichen Praxistests, um nebenstehende Sichtweise zu untermauern?

Ein Autobauer, der behaupten würde, dass er eine crashsichere Fahrgastzelle in seinen Autos hätte und dieses nicht durch entsprechende Crashtests nachvollziehbar beweisen würde, würde sich der Lächerlichkeit preisgeben. So ist es ja nun auch mehr oder weniger der Kernindustrie ergangen.

Ein gelungener Anschlag mit Freisetzung des radioaktiven Inventars würde ein großes Gebiet unbewohnbar machen.

Bei den ausreichend vorhandenen Fossilen haben wir diese Probleme nicht.

 

#78: Nicht marktfähig

Behauptung: Neue Atomkraftwerke rechnen sich nicht.

Richtig ist …

...

Kernkraftwerkebetreiber sind auf „Staatskohle” nicht angewiesen.

...

(Auszug)

 

 

Auszug von #78: Nicht marktfähig

und als PDF zum Zeitpunkt dieser Erstellung.

Wirklich richtig ist ...

 

Die Stromerzeugungskosten bei der Kernenergie für Neubauten müssen wohl deutlich nach oben korrigiert werden und liegen inzwischen sogar in der Größenordnung der Erneuerbaren.

So ist Großbritannien dabei einen auf 30 Jahre festgelegten Garantiepreis von 11 ct/KWh für neu zu errichtende Kernkraftwerke zu vereinbaren. Das ist mehr als es bei Windenergieanlagen (9 ct/KWh) in Deutschland üblich ist.

Kohle ist die vergleichsweise günstigste Energie. Die Erzeugungskosten für Strom aus Kraftwerken, die 2010 fertig wurden, betragen pro kWh: Braunkohle 2,5 ct, und Steinkohle 3,3 ct. Die Alternativenergien liegen astronomisch darüber.

Die ausreichend vorhandenen Fossilen sind am günstigsten und am marktfähigsten.

100 Antworten

 

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