Achtung: Die Satellitendaten wurden korrigiert

KlimaNotizen – ergänzende Infos zum Klimawandel
25 Jahre Satellitenbeobachtung – Forscher ziehen überraschende Bilanz

Liebe Leser,

seit 1979 wird die Temperatur auf der Erde flächendeckend durch Satelliten gemessen.
Die dadurch ermittelten Temperaturtrends sind brisant. Sie zeigen lediglich eine weltweite schwache Erwärmung.

Als Grundlage für eine Warnung vor der Klimakatastrophe werden sie daher nicht verwendet.

Denn sie widersprechen den Temperaturtrends, die weltweit durch Messstationen auf der Erdoberflächer ermittelt werden und die deutlich höher sind.

Die Satellitenmessungen werden auch in kaum einem Medium in der Öffentlichkeit erwähnt. Bei einer eigenen Meinungsbildung sollten sie jedoch mit einbezogen werden.

Womit das hier also ein Thema für diesen Newsletter ist.

Aus Anlass des 25 jährigen Jubiläums haben die beiden Forscher Dr. John Christy und Dr. Roy Spencer eine Schrift veröffentlicht. Ein Artikel hierzu befindet sich weiter unten.

Weitere Themen für den Newsletter sind in der Warteschlange.
Für Infos, Anregungen und Meinungen bin ich dankbar.

Mehr gibt es ausserdem auf der Homepage: www.Klimanotizen.de

Mit besten Grüßen

Klaus Öllerer
info@klimanotizen.de

Temperaturen
25 Jahre Satellitenbeobachtung – Forscher ziehen überraschende Bilanz

Dr. John Christy und Dr. Roy Spencer von der University of Alabama liefern seit 25 Jahren der weltweiten Forschergemeinde die Ergebnisse ihrer Satellitenbeobachtungen. Beide Forscher sind anerkannt und haben viele wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.

Seit 1978 kreisen Satelliten der NASA und vermessen laufend die Temperatur der Atmosphäre unserer guten alten Mutter Erde.

Aus Anlass dieses Jubiläums haben sie die Ergebnisse ihrer Arbeiten in einer Schrift veröffentlicht: „Global Temperature Report 1978 – 2003“.

Die präsentierten Messergebnisse lassen aufhorchen. Seit 1978 gibt es weltweit eine leichte Temperaturerhöhung von 0,2°, davon der meiste Teil seit Januar 1998. Hauptsächlich im nördlichsten Drittel unseres Planeten fand diese Erwärmung statt und liegt weitestgehend in natürlicher Schwankungsbreite. Lediglich bei der Erwärmung in kalten, trockenen Gebieten sehen sie einen Zusammenhang mit erhöhter CO2-Konzentration in der Atmosphäre.


Darstellung der regionalen Temperaturtrends zwischen 1979-2003 - auf Grafik clicken = höhere Auflösung
Quelle: Global Temperature Report 1978 - 2003

Warme Regionen werden nicht wärmer. Weite Teile der Erde, darunter auch die tropischen Landmassen und die Antarktis, zeigen keinen Trend oder sogar eine Abkühlung.

Das überrascht. Die meisten Wissenschaftler sind der Meinung, dass in den letzten Jahrzehnten die Temperatur der Erde kontinuierlich und stark gestiegen ist, nämlich um mehr als das Doppelte im gleichen Zeitraum. Dabei werden Messstationen am Boden verwendet. Die häufig zitierten Klimamodelle gehen sogar davon aus, dass sich die Atmosphäre stärker erwärmen soll als die Erdoberfläche. Das geschieht nun offensichtlich nicht.

Die beiden Forscher lassen an ihren Messergebnissen jedoch keinen Zweifel aufkommen:

1. Ihre Daten seien die einzigen satellitenbasierten Daten, die vielfach und unabhängig auf Genauigkeit geprüft wurden. Sie seien in völliger Übereinstimmung mit Wetterballons und den umfangreichen Bodenstationen in Regionen wie Nordamerika, Russland, Europa, China und Australien. Diese Feststellung bezieht sich auf inzwischen veröffentlichte Arbeiten anderer Forscher, die aus Satellitendaten höhere Temperaturtrends errechneten.

2. Die Bodenstationen sind im Übrigen sehr dünn auf der Erde verteilt. Das wäre so, als ob eine Messung in Hannover Auskunft über den Temperaturtrend in Rom oder Stockholm geben würde.

Das letzte Argument irritiert. Kann es wirklich sein, dass Messergebnisse, die weltweit so tiefgreifende Folgen haben, auf so schmaler Grundlage basieren? Ein repräsentativer Blick auf die Internetseite des GISS der NASA bestätigt diese Aussage.

Es sind nur ca. 2000 Messstationen, aus denen der Welttemperaturtrend ermittelt wird. Riesige Gebiete der Ozeane, Regenwälder, Wüsten und Eisgebiete sind ohne Messstationen. Ihre Temperaturtrends werden also wirklich über Tausende von Kilometern hinweg nur „geschätzt“. Da es hier um kleine Temperaturtrends im Bereich von Zehntelgraden pro Dekade geht, bleiben systematische Fehler unausweichlich. Die Satellitenmessungen stellen also einen Fortschritt dar.

Das bleibt nicht die einzige Überraschung dieser Jubiläumsschrift.

Da die beiden Forscher einen Überblick über die Klimaforschungen der letzten Jahre haben, beziehen sie zu weiteren Themen Stellung.

Dabei äußern sie sich zu arktischem und antarktischem Eis, Wetterextremen, Meeresspiegel und Temperatur. Aktuelle Studien zeigen, dass die gegenwärtige Situation entweder keine Verschlechterung enthält (z.B. Wetterextreme, Meeresspiegel) oder als Teil der natürlichen Schwankungsbreite der letzten 200 Jahre (z.B. Eis) oder 1000 Jahre (Temperatur) erklärbar ist.

Das Klima war noch nie konstant. Auch schnelle und drastische Klimawechsel sind normal. Eindrucksvoll wird eine Grafik gezeigt, die den Temperaturverlauf der letzten 18.000 Jahre darstellt. Das einzig Beständige ist der Wandel.

Im Weiteren stellen Christy und Spencer aus ihrer Sicht die Prioritäten im Umweltschutz dar und sprechen sich dafür aus, die Länder der Dritten Welt zu entwickeln. Denn dann können sie sich selbst am besten gegen nachteilige Klimaveränderungen schützen.

Das Kyotoprotokoll wird abgelehnt. Seine Auswirkungen auf das zukünftige Klima wären gleich Null, jedenfalls nicht nachzuweisen - und das bei immensen Kosten für Jedermann in den nächsten Jahrzehnten.

Auch der bekannte Klimaforscher Hans von Storch hat sich in einem viel beachteten Spiegelinterview (34/2003) gegen derartige Maßnahmen ausgesprochen und für Anpassung plädiert („Wir werden das schon wuppen“).

Schließlich warnen die Autoren davor Energie künstlich zu verteuern, weil es die Wirtschaft schwäche. Dadurch könnte sogar die Entwicklung alternativer und sauberer Energie behindert werden. Denn eine gesunde Wirtschaft sei hierzu am besten in der Lage.

Wäre eine Einführung dieses Reports in die öffentliche Klimadiskussion nicht wünschenswert ?

01.03.2004

Klaus Öllerer

mehr: www.klimaNotizen.de
Global Temperature Report 1978 – 2003:
http://www.uah.edu/News/climate/25years.pdf
GISS - Surface Temperature Analysis:
http://www.giss.nasa.gov/data/update/gistemp/
Auf einer Konferenz „Reconciling Vertical Temperature Trends Workshop“ wurden verschiedene Interpretationen der Satellitendaten im Oktober 2003 diskutiert. Ein Konsens wurde nicht erreicht.
http://www.ncdc.noaa.gov/oa/rvtt.html
 

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